⇐ Nicht über sich selbst stolpern
Wednesday, 24. February. 2016 07:37 Alter: 3 yrs
Kategorie: Verein, Handball, Spielberichte

Mangelnde Ruhe und Übersicht kosten Punkte


Auf dem Papier war der Güsener HC bei Germania Borne klarer Favorit, doch Papier ist auch in der Verbandsliga geduldig.

 

Von Anne Hofmann ›

 

Borne/Güsen l Eigentlich hatten die Verbandsliga-Handballer des Güsener HC einen Sieg beim Tabellenzehnten in Borne fest eingeplant. Doch es kam am Sonnabend anders, als gedacht. Die seit neun Spielen sieglose Germania bezwang die Gäste mit 30:28 (15:12). „Das war ein richtiger Dämpfer für uns. Aber vielleicht kam er gerade rechtzeitig, damit wir auch in den kommenden Spielen gegen vermeintlich leichte Gegner mehr Ehrgeiz zeigen“, versuchte GHC-Trainer Thomas Lepper der Niederlage etwas Positives abzugewinnen. Für seine Mannschaft war es nach fünf durchaus souveränen Spielen ohne Niederlage ein Rückschlag. Auch in der Tabelle rutschte TuS Magdeburg mit einer absolvierten Partie mehr an den Güsenern vorbei.

 

Doch es waren nicht die Gastgeber, die es mit einem ihrer besseren Spiele dem GHC schwer machten, vilemehr scheiterten die Güsener an sich selbst. „Wir haben uns selbst geschlagen, kamen nie richtig in den Rhythmus.“ Der Motor, der in den vergangenen Wochen so tadellos lief, stockte in Borne gewaltig. „Im Angriff haben wir viele technische Fehler produziert, uns unvorbereitete Würfe genommen und in der Deckung haben wir auch nicht auf Augenhöhe agiert“, kritisierte Lepper die Leistung seiner Sieben.

 

So ging Borne trotz eines zwischenzeitlichen 7:8 mit einer 15:12-Führung in die Pause. Bis zur Schlussphase verteidigten die Hausherren auch in Hälfte zwei leidenschaftlich, sodass die GHC-Sieben nicht aufholte. Zumal die Gäste selbst die Überzahlsituationen nicht zu ihren Gunsten nutzten, stattdessen sogar noch Treffer kassierten. Erst fünf Minuten vor Ende kam bei der Germania Hektik auf, doch die Gäste konnten kein Kapital daraus schlagen, im Gegenteil: „Es kam alles zusammen, wir hatten die Chance zum Ausgleich, leisten uns aber zwei Fehlabspiele am Stück, weil wir viel zu nervös und hektisch agieren“, ärgerte sich Lepper. Statt also zum 28:28 auszugleichen, machte Borne den Sack mit zwei Treffern in Folge zu.

 

Güsen: Teske – K. Haßbargen (3), Schirmeister (2), Schulz (4), Prause, Grosenick, K. Lepper (1), Chr. Haßbargen (15/8), Seydack, Heitzmann (3), Gerlach (1)

 

Siebenmeter: Borne 4/4 – 8/8 GHC; Zeitstrafen: Borne 5 – 1 GHC

 


Handball im TV